Lalla Rûkh
Auszüge aus einem Meisterwerk höfischer Festkultur in Preußen,
dem zuletzt 1821 aufgeführten‚ Festspiel mit Gesang und
Tanz’ nach dem Versepos von Thomas Moore (1779-1852)
mit Originalmusik von Gaspare Spontini (1774-1851)
Ensemble: Katrina Krumpane, Sopran & Falilou Seck, Erzähler dem Kammerensemble Classic der Deutschen Oper Berlin
und Tänzern des Ballettstudios Erxleben in Potsdam
Leitung: Kaspar v. Erffa
Ausstattung: Manuela Motter
Zu den Hintergründen:
Anlässlich des Staatsbesuchs des russischen Großfürsten und späteren Zaren Nikolaus I. und seiner Frau Alexandra Fjodorowna, geborene Prinzessin Charlotte von Preußen, Tochter von König Friedrich Wilhelm III. und seiner Frau Königin Luise, kam es am 21. Januar 1821 in den Räumen des Berliner Stadtschlosses zu einer denkwürdigen Aufführung: Die damals sehr populäre orientalische Romanze "Lalla Rûkh" des irischen Dichters Thomas Moore wurde als prunkvoller Festzug unter Mitwirken des Hofstaats in orientalischen Kostümen mit Musik und Tanz vor 4.000 Festgästen aufgeführt. Im Anschluss an diesen einmaligen Festzug wurde im Schlosshof einer der größten Hofbälle gefeiert, die es je am preußischen Hof gab.
Zur Handlung:
Die indische Prinzessin Lalla Rukh muss auf Befehl ihres Vaters den ihr völlig unbekannten bucharischen Prinzen Aliris heiraten und zu ihm zur Hochzeit reisen. Um seiner zukünftigen Braut die strapaziöse Reise über den Himalaja zu erleichtern, schickt ihr der Prinz einen Geschichtenerzähler, den er beauftragt, der Prinzessin auf dem Reiseweg Liebesgeschichten vorzutragen. Je länger die Reise dauert, desto leidenschaftlicher werden die Geschichten - und desto mehr vergisst die Prinzessin ihre Bestimmung und verliebt sich in den Erzähler… |